Unsere Fähigkeiten wachsen mit jedem Tag

Bei einem Trauma ist es unwichtig, wie klein oder gross die ursprüngliche Verletzung aus objektiver Sicht ist. Entscheidend ist das persönliche, also subjektive Erleben einer Situation. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse. Diese tragen dazu bei, wie wir die Welt um uns herum erleben und wie wir andere Menschen und ihre Handlungen bewerten.

 

Trauma als Chance

Mit jeden Tag werden wir reicher an Erfahrungen. Unser Körper kann grosse Belastungen bewältigen und sich an verändernde Lebensumstände anpassen. Unser Gehirn leistet beachtliche Dienste, wenn wir mit Herausforderungen konfrontiert werden. Wir lernen, mit neuen Situationen umzugehen. Wir erleben schöne Momente, die uns stärken; Überraschendes, das uns verblüfft und unseren Horizont erweitert; und auch schmerzhafte, enttäuschende Erfahrungen, die uns Vorsicht und Achtsamkeit lehren.

Dass wir vom Leben immer wieder mal über unsere Grenzen geführt werden, ist – evolutionsbezogen – ein „geschickter Schachzug der Natur“. Denn nur, wenn wir über unsere Grenze gehen, wissen wir, wo sie ist – und wenn wir wissen, wo sie ist, können wir sie erweitern.

Über die körperorientierte Traumatherapie lernen wir uns selbst besser kennen, unsere Stärken zu schätzen und unsere Schwächen anzunehmen. Wir erweitern unsere Regulationsfähigkeit und entwickeln unsere Selbstkompetenz. Dies erhöht unsere Lebensqualität und stärkt unsere Resilienz.

 

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

– Franz Kafka –